Veröffentlicht inTV

Jutta Speidel in „Rosalie, Karla und das Loch in der Wand“

Jutta Speidel in „Rosalie, Karla und das Loch in der Wand“

Die Architektin Rosalie (Jutta Speidel) lernt Karla (Paula Hartmann) kennen. Im LKW: Vladimir (Evgenij Verenin)., Nur Flausen im Kopf: Rosalie (Jutta Speidel) jagt ihre Schwester Margret (Ruth Reinecke, re.) mit dem Gartenschlauch.
Die Architektin Rosalie (Jutta Speidel) lernt Karla (Paula Hartmann) kennen. Im LKW: Vladimir (Evgenij Verenin)., Nur Flausen im Kopf: Rosalie (Jutta Speidel) jagt ihre Schwester Margret (Ruth Reinecke, re.) mit dem Gartenschlauch. Credit: Foto: © ARD Degeto/Stefan Erhard
Paraderolle für Jutta Speidel: Komödie über drei Frauen, die unterschiedlicher kaum sein können, aber zueinanderfinden.

Mit einem Rumms landet der Schiffscontainer im Vorgarten von Margret (Ruth Reinecke). Die staunt nicht schlecht, als kurz darauf auch ihre Schwester Rosa (Jutta Speidel) über den Gartenzaun klettert. Die hat ihre Zelte in Namibia abgebrochen, ihren gesamten Hausstand in den Container geladen und will sich nun bei Margret einquartieren. Ist doch Familie! Obwohl Margret alles andere als begeistert ist, nimmt sie ihre Schwester auf. Die wirbelt fortan nicht nur Margrets Leben durcheinander, sondern auch das der jungen Nachbarin Karla (Paula Hartmann), die im Rollstuhl sitzt.

Zu sehen ist die Komödie „Rosalie, Karla und das Loch in der Wand“ am Freitag, 14. Januar um20.15 Uhr im Ersten.

Darum geht’s in „Rosalie, Karla und das Loch in der Wand“

Weltenbummlerin Rosa strotzt nur so vor Energie, Lebensfreude und Wissbegierde. Nachdem sie in Namibia einen Schwächeanfall erlitten hatte, wurde sie von ihrem Chef für eine Auszeit nach Europa geschickt. Als sie bei ihrer biederen Schwester einzieht, lernt sie schnell die Nachbarin kennen: Teenager Paula, die von ihrem Vater überbehütet wird und kaum eine Chance bekommt, im Leben etwas auszuprobieren.

Rosa mag das nicht weiter mit ansehen und tut alles, um die Schülerin aus dieser Situation zu lösen – damit sie eigene Wege gehen kann. Rosa will ihr vermitteln, was ihr selbst am wichtigsten ist: die Freiheit, alles tun und lassen zu können, was man will, und auf Anstandsregeln zu pfeifen.

Hintergrund

„Das Schöne an dem Film ist, dass die drei Frauen die Chance nutzen, zueinanderzufinden und eine Art von Familie zu bilden, die heutzutage ganz oft gesucht wird“, sagt Jutta Speidel. Und welchen Stellenwert nimmt Familie im Leben der Münchener Schauspielerin ein, die selbst zwei erwachsene Töchter hat? „Familie ist für mich Wärme, Zuflucht, Fels in der Brandung. Der Ort, an dem man sich auch in schwierigen Lebenssituationen immer austauschen kann und auch mal was sagen kann, was sonst vielleicht nicht unbedingt immer möglich ist“, meint die 67-Jährige. „Der Stellenwert ist für mich wahnsinnig hoch, im Grunde sogar der höchste. Familie ist das, worauf man sich verlassen kann.“

GOLDENE KAMERA TV-Tipp, weil…

Die Komödie lässt auch ernste Töne anklingen, greift Themen wie Einsamkeit oder Altersarmut auf. Rosa etwa lebt von der Hand in den Mund, Margret muss nach dem Tod ihres Mannes die Hälfte ihres Hauses vermieten, um überhaupt über die Runden zu kommen. So passiert es, dass Rosa und Karla Wand an Wand leben. Von Zimmer zu Zimmer kommt es immer wieder zu kuriosen Begegnungen – daher der Titel der Komödie. Was der Schauspielerin Jutta Speidel an ihrem neuen Werk besonders gefällt: „Im Laufe des Films erkennen alle Figuren, dass sie sich selbst einmal den Spiegel vorhalten müssen, um über ihren Schatten zu springen.“