Mit einem Mal ist er da: Oskar, das Schlitzohr! Der alte Mann hat sich heimlich in den Bauwagen in Fannys Garten geschlichen, er sucht nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis einen Unterschlupf. Oskar (Dieter Hallervorden) ist der Großvater von Fanny (Julia Kovacs), und wie kaum einem anderen gelingt es ihm, Kontakt zu dem autistischen Mädchen aufzubauen.
Es ist ein berührender Film, in dem Hallervorden jetzt im Ersten zu sehen ist: „Oskar, das Schlitzohr und Fanny Supergirl“ (Montag, 3. Januar, 20.15 Uhr im Ersten). Wie im erfolgreichen Demenzdrama „Honig im Kopf“ greift er wieder ein besonderes Thema auf: Autismus. Die junge Julia Kovacs beeindruckt in ihrer herausfordernden Rolle. „Erst durch den Film habe ich Autismus kennengelernt“, berichtet die 10-Jährige. „Fanny zeigt keine Gefühle, aber in ihren Augen kann man alles ablesen – wenn man nur will.“
Zwei Monate drehte das Team in Berlin, Hallervordens Heimat. Mit dabei waren auch Gesine Cukrowski als besserwisserische Nachbarin und Chiara Schoras als Fannys Mutter Tilda.
Darum geht’s in „Oskar, das Schlitzohr und Fanny Supergirl“
Tilda (Chiara Schoras) will nicht akzeptieren, dass ihre Tochter Autistin ist. Zudem möchte sie ihren Vater Oskar nach der Haftstrafe nicht um sich haben. Das macht es Oskar und Fanny nicht leicht, schweißt sie aber enger zusammen. Der Bauwagen ist auch für Fanny Rückzugsort, wenn sie in ihrer Klasse gemobbt wird.
Eines Tages nimmt Fanny allen Mut zusammen und meldet sich für den Talentwettbewerb der Schule an. Oskar willigt ein, ihr Coach zu werden. Gegen den Rat der Lehrerin, die Fanny vor der Häme der Kinder schützen will, machen sich die beiden auf die Suche nach Fannys verstecktem Talent. Sie wollen es allen beweisen.
Hintergrund
Für die 10-jährige Hauptdarstellerin war die Zusammenarbeit mit dem 86-jährigen Schauspielstar Hallervorden großartig. „Erst wusste ich gar nicht, wer er war, bis meine Eltern es mir erzählt haben“, berichtet Julia Kovacs. „Wir haben uns prima verstanden und immer besser kennengelernt. Später durfte ich Dieter zu ihm sagen. Irgendwann habe ich ihn mal gefragt, ob er wirklich so berühmt sei. Da hat er gesagt: ,Ick bin doch ooch nur ’n Mensch.‘“