Vier Jahre lang verkörperte Alexander Kiersch (48) die Rolle des Patrick Graf bei GZSZ. Von Folge eins an gehörte er zum Stammcast. 900 Folgen lang spielte er den Halbbruder von Jo Gerner (Wolfgang Bahro, 61). Zuerst war er ein reiches Papa-Söhnchen, das immer alles bekam, was es wollte. Patrick jobbte in der Agentur Löpelmann, wurde Praktikant in der Anwaltskanzlei seines Bruders, kellnerte in Siggis Bar, war Geschäftsführer im Fasan und als Hausmeister tätig – er probierte alles aus. Doch nichts schien so richtig gut zu laufen. Nur in der Liebe klappte es, denn Elke Opitz (Claudia Weiske, 51) verliebte sich in ihn, die beiden heirateten heimlich. Doch das nächste Unglück ereilte die beiden: Patrick hatte einen unheilbaren Gehirntumor. Er starb im Krankenhaus und hinterließ seine schwangere Frau Elke. Später stellte sich allerdings heraus, dass eigentlich Gerner der Vater des Kindes ist. Es wird niemals langweilig bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ (GOLDENE KAMERA 2003).
GZSZ: Das macht „Patrick Graf“ heute
Doch was wurde aus Alexander Kiersch, nachdem er die Serie im Januar 1996 verlassen hatte? Tatsächlich stand er weiterhin für zahlreiche Filme und Serien vor der Kamera. „Ein Fall für zwei“ (1998), „Wolffs Revier“ (1999), „Hallo Robbie!“ (2006) und „SOKO Leipzig“ (2010) durften sich über den Schauspieler freuen. Doch Kiersch ist auch Geschäftsmann. Als Produzent und Geschäftsführer leitet er in Berlin die Filmproduktionsfirma „Colafilm“, ist unter anderem Produzent der Serie „Böse Mädchen“.
Vom Schauspieler zum Alleskönner
Damit nicht genug. Denn als „Alexander Riva“ steht er auch als Zauberer und Keynote-Speaker auf der Bühne und kann gebucht werden. Auch als Synchron- und Werbesprecher ist er tätig. Der ehemalige Schauspieler ist ein Tausendsassa und der Berufswunsch „irgendwas mit Medien“ scheint sich bei ihm voll erfüllt zu haben.