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Götz Otto: So lebt der „ewige Bösewicht“ privat

Götz Otto: So lebt der „ewige Bösewicht“ privat

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Götz Otto spielt im "Tatort: Das Verhör" wieder einen Fiesling. Credit: IMAGO / Future Image
Götz Otto ist international erfolgreich und häufig als Bösewicht im Einsatz – so auch im neuen „Tatort: Das Verhör“. Privat mag es der Schauspieler aber beschaulich.

Wenn man an Götz Otto (54) denkt, hat man gleich den klassischen Bösewicht im Kopf, ob in „James Bond“, „Schindlers Liste“ oder „Der Untergang“ – der 1,98 Meter große Mann scheint auf diese Rolle abonniert zu sein. Auch im neuen „Tatort: Das Verhör“ (4. September um 20.15 Uhr im Ersten) spielt er einen Soldaten, der des Mordes an einer Bankerin verdächtigt wird. Zu Beginn seiner Karriere habe ihm das gar nicht gepasst, wie er einmal der „Deutschen Presse-Agentur“ erzählte. „Früher habe ich mich dagegen gewehrt und mir gewünscht, andere Rollen zu bekommen.“ Inzwischen habe er sich aber damit arrangiert, denn die Bösewichte seien die viel interessanteren Charaktere. Warum er in internationalen Filmen meist als Fiesling gecastet wird, erklärte er mit historischen Gründen: „Man traut rein historisch den Deutschen Missetaten zu. Und dann ist es natürlich ein filmhistorischer Grund. Je mehr negative deutsche Charaktere man gesehen hat, desto eher stellt man einen Deutschen in die negative Ecke – also Schublade auf, Schublade zu.“

Götz Otto: „Tatort“-Wiedersehen mit Ulrike Folkerts

Otto wurde im hessischen Offenbach geboren, besuchte nach dem Abitur die Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz und die renommierte Otto-Falckenberg-Schule in München. Er stand in Berlin und München auf der Theaterbühne, schlagartig bekannt wurde er dann 1997 mit „James Bond: Der Morgen stirbt nie“. Seitdem ist er sowohl in internationalen als auch in deutschen Produktionen zu sehen. Vor 25 Jahren spielte er schon einmal mit Ulrike Folkerts (61, Kommissarin Lena Odenthal) in der „Tatort“-Episode „Nahkampf“.

Götz Otto: Familien-Idylle auf dem Land

Trotz seiner internationalen Erfolge hat sich der 54-Jährige nicht für den Hollywood-Glamour entschieden, er lebt in der kleinen bayerischen Gemeinde Krailling, knapp 20 Kilometer von München entfernt – der Liebe wegen, denn seine Ehefrau Sabine kommt aus der Gegend. Seit 2000 ist das Paar verheiratet, vier Kinder krönen das Familienglück, drei Töchter und ein Sohn. Dem „Münchner Merkur“ sagte er vor einiger Zeit, dass er in Krailling „das Beste aus mehreren Welten“ findet. Die Menschen, die Natur und die Nähe zur Stadt machen es für ihn zu einem tollen Ort zum Leben.