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Tom Hanks würde „Philadelphia“ heute ablehnen

Tom Hanks würde „Philadelphia“ heute ablehnen

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Tom Hanks bei der Premiere seines neuen Films "Elvis" in Australien Credit: Don Arnold/WireImage/Getty Images
Tom Hanks bekam für seine Rolle in „Philadelphia“ seinen ersten Oscar. Im Interview erklärt er, warum er den Film heute nicht mehr drehen würde.

Der Film „Philadelphia“ aus dem Jahr 1993 war zur damaligen Zeit äußerst progressiv und brachte ein Thema auf die große Kinoleinwand, das zuvor wenig Beachtung bekommen hatte. Der Film des Regisseurs Jonathan Demme setzte sich kritisch mit dem gesellschaftlichen Umgang von AIDS-Erkrankten und Homosexuellen auseinander. Hauptdarsteller Tom Hanks (65), der den HIV-infizierten und homosexuellen Rechtsanwalt Andrew Beckett spielte, erhielt seinen ersten Oscar. Doch obwohl der Film seine Karriere noch einmal auf ein ganz anderes Level brachte, würde er den Film heute nicht noch einmal drehen. Im Interview mit dem „New York Times Magazine“ erklärt er, warum.

Tom Hanks erklärt, warum er die Rolle in „Philadelphia“ bekam

„Könnte ein heterosexueller Mann das machen, was ich in ‚Philadelphia‘ gemacht habe? Nein, und das ist auch richtig so“, sagt der 65-Jährige der Zeitung. „Der Sinn von ‚Philadelphia‘ bestand darin, keine Angst zu haben. Einer der Gründe, warum die Menschen keine Angst vor dem Film hatten, war, dass ich einen schwulen Mann spielte.“ Hanks glaubt, er habe die Rolle vor allem bekommen, weil er eine sichere Wahl gewesen sei. Durch Komödien wie „Big“ und „Splash“ sei er bereits beliebt bei einem breiteren Publikum gewesen und daher für den potentiell kontroversen Film gecastet worden.

Tom Hanks: Von einem Film darf mehr Authentizität verlangt werden

„Heute sind wir ein ganzes Stück weiter und ich glaube nicht, dass die Menschen die fehlende Authentizität eines Heteros, der einen Schwulen spielt, akzeptieren würden“, sagt er dem „New York Times Magazine“. Der zweifache Oscar-Preisträger befürworte diese Entwicklung. „Es ist kein Verbrechen, kein Buhruf, wenn jemand sagt, dass wir in der modernen Welt der Authentizität mehr von einem Film verlangen.“

Wer Hanks wieder in Aktion erleben möchte, muss nicht mehr lange warten, denn ab dem 23. Juni ist er als Manager von Elvis Presley im Biopic „Elvis“ auf der großen Leinwand zu sehen. Die Hauptrolle des Films wird von Austin Butler (30) verkörpert. Bei der Premiere des Films Anfang des Monats in Australien zeigten sich Zuschauer allerdings besorgt. Während einer Ansprache hatte Hanks seine Hände nicht unter Kontrolle und zitterte heftig. Mehr dazu erfahren Sie hier.