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Winfried Glatzeders Sohn Robert: „Mein Vater ist ein Egomane und Exzentriker“

Winfried Glatzeders Sohn Robert: „Mein Vater ist ein Egomane und Exzentriker“

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Robert Glatzeder und Papa Winfried Glatzeder verstehen sich auf ihre eigene Weise. Credit: Tristar Media/Getty Images
Robert Glatzeder ist beruflich in die Fußstapfen seines berühmten Vaters Winfried Glatzeder getreten. Im Interview spricht er über ihr Verhältnis.

Robert Glatzeder (51) wählte zunächst einen ganz anderen Werdegang als sein Vater, der bekannte Schauspieler Winfried Glatzeder (77). Er studierte Soziologie und Philosophie, danach noch BWL. Doch irgendwann muss ihn doch die Leidenschaft zur Kunst gepackt haben. 1993 studierte er an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam. Seitdem arbeitet er als Schauspieler und Synchronsprecher. Im Interview mit „SuperIllu“ spricht der Sohn über das Verhältnis zu seinem Vater und dessen schwierigen Charakter.

Robert Glatzeder: „Er war eigentlich kein richtiger Teil der Familie“

Mein Vater ist ja ein absoluter Egomane und Exzentriker – auch was seinen Beruf angeht, in dem er sehr erfolgreich war. Er war sehr oft weg und eigentlich kein richtiger Teil der Familie, kam eher zu Besuch und brachte dann alles durcheinander“, lauten die offenen Worte des 51-Jährigen über seinen Vater. Doch er erinnert sich auch an schöne Aspekte seiner Kindheit, denn „wenn er sich dann mal Zeit für uns nahm, dachte er sich auch mal schöne Sachen aus, irgendwelche Abenteuer oder so“. Doch das Zentrum der Familie sei seine Mutter gewesen, „die es meinem Bruder und mir so schön wie möglich gemacht hat zu Hause“.

Verändert habe sich ihr Verhältnis in all den Jahren eigentlich nicht. Robert hatte gehofft, dass sich sein Vater in der Rolle des Großvaters wandeln würde, doch „so ist es nicht wirklich“. „Er hat eine kurze Zündschnur, und der Akku ist relativ schnell aufgebraucht. Er gibt sich Mühe, in seinem Rahmen. Ich würde ihn auch nie allein mit den Kindern lassen“, sagt der Berliner der Zeitschrift. Es gebe eine Sache, in der sein Vater sehr gut sei: „Er ist handwerklich sehr begabt und geht regelmäßig mit den Kindern in die Werkstatt.“ Bei seinem Vater habe er sich hauptsächlich fachliche Aspekte abgeschaut. Rollenvorbereitung, Netzwerken, Selbstvermarktung – darin sei er ein Meister. Glatzeder junior hadere aber nicht mit der Situation, „ich will mich nicht beschweren. Ich denke, so was macht stärker und lässt einen einen ganz eigenen Weg einschlagen“.

Winfried Glatzeder: „Robert findet alles schlecht, was ich mache“

Nach den doch sehr deutlichen Aussagen des Sohnes konfrontiert „SuperIllu“ auch Winfried Glatzeder damit. „Robert findet alles schlecht, was ich mache. Vielleicht verstehen wir uns ja besser, wenn ich 100 bin und er 70“, lautet seine Antwort. Doch dann schlägt er noch versöhnlichere Töne an: „Eigentlich ist Robert ein toller Sohn.“ Aktuell stehen Vater und Sohn für eine gemeinsame Serie vor der Kamera, es scheint, als hätten sie ihren eigenen Weg gefunden.