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Frederick Lau: „Ich möchte nicht ohne meine Frau sein“

Frederick Lau: „Ich möchte nicht ohne meine Frau sein“

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Seit rund zehn Jahren glücklich: Annika und Frederick Lau. Credit: Gerald Matzka/Getty Images
Frederick Lau ist in „Wolke unterm Dach“ wieder im Kino zu sehen. Im Interview spricht er über die schwierigen Dreharbeiten und Verlust.

Der neue Kinofilm „Wolke unterm Dach“ (ab 28. April im Kino) zeigt Frederick Lau (32) von einer ganz anderen Seite. Der Schauspieler war schon in mehreren ernsten Rollen zu sehen, doch im Vergleich zu seinen Kinohits wie den Komödien „Nightlife“ oder „Das perfekte Geheimnis“ ist sein neuer Film einfach nur traurig. Lau spielt den Krankenpfleger Paul, der während eines Fluges die Flugbegleiterin Julia (Hannah Herzsprung) kennenlernt und sich in sie verliebt. Die beiden heiraten, bekommen eine Tochter. Sieben Jahre nach der romantischen Hochzeit stirbt Julia plötzlich. Paul muss lernen, mit der Trauer, dem Leben und seiner kleinen Tochter umzugehen. Doch das alles ist nicht so einfach.

Frederick Lau: „Bin während der Dreharbeiten nur ungern aufgestanden“

Der 32-Jährige spricht im Interview mit „t-online.de“ über die belastenden Dreharbeiten, den Wechsel von Komödie zu Drama und seine eigenen Verlustängste. „Ich fand es interessant, mich mal komplett in ein Thema zu stürzen, das vielleicht wehtun kann“, sagt Lau über seine Entscheidung, diese Rolle zu spielen. Dass der Dreh „so krass“ werden würde, habe er allerdings nicht erwartet. „Es ging so weit, dass ich während der Dreharbeiten nur ungern aufgestanden bin“, seine Laune habe auf das ganze Team abgefärbt. Es drehte sich alles nur um Tod und Trauer, das sei „total belastend“ gewesen. „Der Dreh war zu Beginn der Pandemie, das bedeutete, dass ich zwei Monate nicht nach Hause konnte. Dabei hätte ich mich sehr auf den Rückhalt meiner Familie gefreut, aber wir mussten am Set bleiben“, verrät er im Interview.

Frederick Lau: Dreh von „Wolke unterm Dach“ bleibt ihm nicht als besonders angenehm in Erinnerung

Das Thema habe den Berliner auch nach Drehschluss nicht losgelassen. „Der Tod der eigenen Frau ist bestimmt das Schlimmste, was einem passieren kann. Ich kann mir das gar nicht vorstellen und möchte nicht ohne meine Frau sein“, sagt Lau bei „t-online.de“. Trauer solle man nicht mit sich selbst ausmachen. Inzwischen habe sich die Gesellschaft im Vergleich zu früheren Generationen ein Stück weit geöffnet, Trauer nicht nur zu verdrängen, sondern sich Hilfe zu holen. Insgesamt würde ihm der Dreh nicht „als besonders angenehm im Kopf bleiben“. „Vieles war mental unheimlich anstrengend, auch wenn sich die Arbeit gelohnt hat.“

Lau ist seit 2013 mit Moderatorin Annika Lau (43) liiert, seit 2015 sind sie verheiratet. Gemeinsam haben sie drei Kinder: Lieselotta (7), Baz Barne (5) und Bruno Charles (2) und leben in Berlin.