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TV-Arzt Johannes Wimmer nach dem Tod seiner Tochter: „Es ist schwer, sich zurückzukämpfen“

TV-Arzt Johannes Wimmer nach dem Tod seiner Tochter: „Es ist schwer, sich zurückzukämpfen“

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Dr. Johannes Wimmer ist ein beliebter TV-Arzt. Credit: IMAGO / Future Image
Dr. Johannes Wimmer verlor seine Tochter Maximilia nur wenige Monate nach der Geburt. Im Interview spricht er darüber, wie es ihm nach dieser schmerzvollen Erfahrung geht.

Dr. Johannes Wimmer (38) ist Arzt und Fernsehmoderator. Seit 2015 ist er im NDR-Gesundheitsmagazin „Visite“ zu sehen. Es folgen mit „Dr. Wimmer – Wissen ist die beste Medizin“ und „Dr. Wimmers Medizin-Quiz“ weitere Sendungen im NDR. 2019 bekommt er beim Sender Sat.1 die „Die Dr. Wimmer Show“.

Im November 2020 ereilt den Mediziner und seine Ehefrau Clara (34) ein schwerer Schicksalsschlag. Ihre Tochter Maximilia stirbt mit nur neun Monaten an einem bösartigen Gehirntumor. Im Interview mit der „Apotheken Umschau“ spricht er nun darüber, wie er mit diesem unvorstellbaren Verlust umgeht und was ihm Kraft gibt. Nach dem Tod seiner Maximilia habe er nur schwer wieder zurück ins Leben gefunden. „Man ist Zuschauer in seinem eigenen Leben. Es ist schwer, sich zurückzukämpfen.“

Dr. Johannes Wimmer wurde von Freunden liebevoll unterstützt

Kraft hätten ihm in dieser dunklen Zeit Freunde gegeben. Sie hätten ihm Abendessen vorbeigebracht, eingekauft oder die Wohnung geputzt. Eines sei dabei besonders schwer zu ertragen gewesen: „Schwierig ist der Satz: Meld‘ dich, wenn du etwas brauchst.“ Er sei froh gewesen, dass er seinen schmerzhaften Verlust relativ schnell öffentlich gemacht habe: „Ich bin kein Schauspieler, der nach außen den unterhaltsamen Mediziner gibt, während er gleichzeitig vor Sorge nicht in den Schlaf findet.“

Es gebe weiterhin schlimme Tage und schlaflose Nächte: „Da geht es nicht darum, nach vorne zu denken. Da reicht die Kraft gerade so, um auf der Stelle zu bleiben“, sagt er dem Gesundheitsmagazin.

TV-Arzt Dr. Wimmer: „In mir brennt eine Glut, die geht nicht aus“

Kraft zieht der Hamburger, der mit nur fünf Jahren seinen Vater verlor, auch aus sich selbst. „In mir brennt eine Glut, die geht nicht aus. Ich glaube, ich habe schon als Kind entschieden: Ich möchte mich davon nicht besiegen lassen.“ Maximilias Tod hat das Leben von Dr. Wimmer und seiner Frau für immer verändert. Doch für ihre neugeborene Tochter, die neun Monate nach dem schrecklichen Verlust auf die Welt kam, wollen sie nach vorne blicken.